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Irene Forbes-Mosse: DON JUANS TÖCHTER

Irene forbes-mosse lebte von 1864 bis 1946 als angehörige der preußischen oberschicht, jedoch über viele jahre in norditalien, unter künstlern, intellektuellen und offenbar auch in stetem kontakt mit der sogenannten arbeitenden bevölkerung. Ihre erzählungen vermitteln uns in überraschenden konstellationen und assoziationen, mit skurrilen formulierungen momente von alltagslebendigkeit, die bewahrt bleiben sollten nicht anders als musik, gemälde, literatur früherer zeiten: klänge, stimmungen, empfindungen, blicke auf die welt und individuelle impulse, die weitgehend verlorengegangen scheinen.

In manchen dieser novellen und erzählungen wird sinnlich nachvollziehbar, daß gesellschaftliche konventionen, tabus, idiosynkrasien und andere schrullen jener oberschicht (aus adligen – mit und ohne reichtümer – und bürgerlichen reichen) ein ebenso lebenswertes soziales system ergaben wie unsere heutigen konventionen, die uns cum grano salis selbstverständlich sind. Zweifellos gilt das für sämtliche gewachsenen gesellschaftlichen systeme, sei es in der antike oder auf borneo, im europäischen mittelalter oder im alten china. Und alle diese systeme haben ihre dunklen flecken, ihre speziellen formen von unterdrückung und zerstörung. Zur entwicklung des homo sapiens hin zu umfassender lebenswerten formen gehört – neben vielem anderen – auch das bewahren lebenswerter momente aus vergangenen zeiten, regionen und schichten. Dies betrifft nicht nur vom aussterben bedrohte völker außerhalb europas, sondern auch lebensweisen und empfindungen hier bei uns. – Bewahrt werden sollte nicht zuletzt sprechen und schreiben als individuelle ausdrucksform, die heutzutage zunehmend der gleichschaltung durch massenmedien und rechtschreibnormen zum opfer fällt; irene forbes-mosse hatte demgegenüber offensichtlich keinerlei bedürfnis, sich an der literarischen hochsprache ihrer zeit zu orientieren. Noch in ihren späten erzählungen bildet sie ihre koboldesken satzgirlanden, wie ihr der schnabel gewachsen ist.

Der geringe respekt, den die autorin grammatischen, stilistischen, gelegentlich auch orthographischen regeln zollt, ist bei ihr zweifellos nicht mangelnde bildung. Offenbar hatte sie ein tiefes gespür dafür, wie durch die zunehmende regulierung und kategorisierung in allen lebensbereichen leben falsch und zerstört wird. Eine ihrer protagonistinnen erinnert sich an eine zeit, "als die Kirchen noch unbekümmert draufloswuchsen und jedes Jahrhundert etwas von seiner Eigenart dazugab, wie Schichten die allgemach ein Gebirge bilden". Solch genuin-ungeregeltes leben stellt irene forbes-mosse überall in ihrem werk dar, in umgangsformen, stillosen zimmereinrichtungen, gartengestaltungen oder häusern, aber auch im gespinst, den schichten seelischer befindlichkeiten und sozialer zusammenhänge, im denken und assoziieren der protagonistinnen und durch die häufigen chronologischen sprünge des erzählflusses.

Kostbar ist ihre poetische reflexion auch deshalb, weil sie nirgendwo versucht, ihre erfahrungen zu vereinheitlichen, sie einem prinzip, einer individuellen (beruflichen, politischen) zielsetzung anzupassen und unterzuordnen.

"Worte sind große Zauberer", sagt irene forbes-mosse. Im tiefsten ist sie immer lyrikerin. Ihre assoziationen sind höchst subjektiv (und manchmal befremdlich): Was hat sie nur damit gemeint? was soll das jetzt? – solche befremdeten fragen können uns hineinlocken in die untergründige poetische, oft geradezu musikalische wahrheit ihres blicks, ihres gespürs. Die unendliche fülle des sogenannten einfachen lebens, die momente und nuancen, assoziationen und zusammenhänge, schattierungen und dissonanzen, die gerüche, farben und klänge, das (gar nicht so einfache) sein von pflanzen, tieren und menschen: all das liegt ihr am herzen – und von den menschen die frauen noch ein bißchen mehr. Oft in einer art innerem monolog einzelner protagonistinnen fließt das leben in den erzählungen weiter – anfang wie ende scheinen meist nur der begrenztheit des buches geschuldet. Innere und äußere zeit, seelisches und soziales leben gehen ineinander über in ihren novellen und erzählungen. Irene forbes mosse läßt ihre kompromißlos subjektiven empfindungen, assoziationen, ihre wörter, bilder, erinnerungen, träume, sehnsüchte, ihre trauer und hoffnungslosigkeit einfach tanzen – ohne bedeutungen, zusammenhänge, schlußfolgerungen festzuschreiben. Sinn liegt allerdings in jedem dieser momente selbst: in seiner evidenz; genau das ist jedoch die situation unseres bewußtseins seit dem ende des 20. jahrhunderts – nach dem endgültigen zusammenbruch aller allgemeingültigen wertsysteme und ideologien.

In der menschenwelt, wie sie ist, überwintert humanität in nischen: das ist wohl so, auch wenn wir's gerne anders hätten. Solche nischen (oder auch schon ihre kristallisationspunkte) wahrzunehmen, sie zu stärken und zu bezeugen, scheint geradezu lebensinhalt der autorin gewesen zu sein: in begegnungen zwischen menschen und zwischen mensch und nichtmensch, im eigenen bewußtsein drin, jenseits von intentionen und handlungen, im umgang mit wörtern (nicht zuletzt dies). – Deutschland hat irene forbes-mosse nach 1931 bis zu ihrem tod 1946 nicht mehr betreten und nur noch ein buch veröffentlicht, 1934.

(Aus dem nachwort)

Bereits bei A+C veröffentlicht wurde EIN KLEINER TOD; weitere arbeiten sind geplant.

 

 
Irene Forbes-Mosse: EIN KLEINER TOD. Prosa, Lyrik, Zeugnisse

 

Abgesehen von einigen gedichtbänden begann Irene Forbes-Mosse (1864-1946) erst nach dem tod ihres mannes (1904) zu schreiben. Ihr werk, novellen, erzählungen und zwei kurze romane, ist mittlerweile vollständig vergessen. Erwähnt wird sie allenfalls als enkelin bettine und achim v. arnims.

Der dichter karl wolfskehl, wie sie nach 1931 im exil, schreibt ihr 1935 über ihre erzählungen:

"(…) entzückt und bewegt mich der märchenhafte Reichtum, der aus so viel sicheren und originellen Einzelzügen, so viel farbigen Tupfen, Bildern und Bilderfolgen zusammenschmilzt, die, zart und stark zugleich, in sich selber bestehen, aus sich selber zu wachsen scheinen. Was Sie alles wissen, sehen und aufspüren! Das ist nicht mehr Beobachtung oder bloßes Wissen um Charaktere, Altersstufen, menschliche Bezüge, Toilettengeheimnisse und Gastronomie (…): es ist bei Ihnen immer, als erfaßten Sie die geheimnisvollen Fäden, das gesamte Astralgewebe, aus dem Situationen und Begebnisse erst ihren Sinn erhalten. Alles Halbtonige, das "Zwischen", der abschattende Hauch, den der Gang der Dinge rückläßt, das Unausweichliche eines Schicksalswegs und das süße Mitfühlen des Lieblich-Unzulänglichen alles Erdendaseins: das sind die Elemente, aus denen Ihre Figuren gehoben und gestaltet sind, daraus sie wachsen und welken. Dabei als Gefühlsstand eine warme, mitzitternde Klarheit, sie verbirgt sich und andern nicht die kleinste Falte, verbietet sich kein Lächeln und keine Ironie –– wer kann heut noch so wundervoll boshaft sein, so fein und selbstgewiß doch auch des andern, des Angeschauten Teil und Recht mit freundlichem Achselzucken wahrend, die armen, tölpischen Kinder, genannt Erwachsene, also auf ihr Getue und Getapse hin ansehen und rubrizieren! Eigentlich gilt Ihr stärkstes, Ihr ganz mitzitterndes Schauen und Erkennen ja doch jener unheimlichen, aus Frohlocken und Trübsinn gewobenen, noch halb jenseitigen Zwischenwelt kurz vor Tage."

Diese erste wiederveröffentlichung enthält die aufzeichnungen "Der kleine Tod", ausgewählte gedichte sowie ein biografisches nachwort mit briefauszügen und anderen zeugnissen von zeitgenossen. Weitere werke irene forbes-mosses werden bei A+C folgen.

 

 
Alberto Albertini: ZWEI JAHRE

 

In diesem 1936 in österreich auf deutsch erschienenen philosophisch-spirituellen entwicklungsroman geht es zunächst um einen jungen römer im 4. jahrhundert unserer zeitrechnung, maximus, dem von gott nur noch eine lebenszeit von genau zwei jahren zuerkannt wird. Auf grundlage dieses gedankenexperiments entfaltet der italienische autor alberto albertini (1879 – 1954) auf mehreren ebenen kaleidoskopische reflexionen zum wesen von leben und tod, zur wahrheit von (christlicher) religion. Dies ist ein literarisches (kein philosophisches) werk, in dem der autor mögliche antworten auf diese existenziellen fragen in poetischer phantasie gestaltet.

In alltagsorientierten, keineswegs professoralen diskursen zwischen den zwölf personen der handlung mit ihren je eigenen blickwinkeln auf tod, leben und religion fächert sich das thema spannungsvoll und unvorhersehbar auf. Spiritualität als moment unserer wohl grundlegenden, zivilisationsübergreifenden bewußtseinsentwicklung wird dabei deutlich von organisierter monotheistischer religion abgegrenzt, wobei die möglichkeit einer versöhnung im sinne des panentheismus im verlauf der handlung vorstellbar wird.

Albertinis haltung hat nichts abstrakt philosophierendes; er bleibt den konkreten menschen achtsam, mit altersweiser, resignierter ironie zugeneigt. Unzählige facetten von menschlicher verirrung und menschlicher wahrheit werden berührt; das nachdenken atmet in den einzelnen szenen (meist sind es gespräche), die erzählung schwingt in weiten wellen. Seite für seite lädt es uns zur selbstbefragung ein. Manche szenen enthüllen jäh qualvolle momente des menschlichen alleinseins, unserer unabänderlichen selbstentfremdung vom ganzen der natur – zerreißen die kultivierte nachdenklichkeit des lesers. Aber auch die liebe spricht …

"Vielleicht sind die Rätsel des Todes, aus der Nähe gesehn, einfacher als die des Lebens", ahnt maximus. Eher noch sind die rätsel des todes in wahrheit rätsel des lebens, zeigt sich ihm post mortem.

Unbekümmert umgehen mit der tatsache der sterblichkeit können wir bekanntlich nur, solange sie abstrakt bleibt: andere sterben, nicht wir selbst, nicht unsere nächsten angehörigen. Meist erst in höherem lebensalter wird uns die begrenztheit der noch zu erwartenden jahre bewußt. Spätestens dann kommt für uns alle die frage: womit wollen wir die (wenn auch zeitlich nicht bestimmte) verbleibende lebenszeit nutzen? was hat priorität für uns? – Nicht zuletzt: wie geht das, abschied von der welt nehmen? Wir alle leben allzugerne in reminiszenzen an vergangenes, wir träumen und planen in die zukunft – das hier und jetzt, das allein leben bedeutet, achten wir im alltag kaum (vgl. osho). Auch deshalb ignorieren wir, was für uns alle in jedem augenblick unseres lebens gilt: "Jeder Atemzug bringt mich dem Verfallstag näher, jeder Pulsschlag …" Dem jungen maximus wird dies schmerzlich bewußt; er soll leben mit dem urteil gottes: nur noch zwei jahre! – Deutlich wird, wie nahe christliche versenkung buddhistischer meditation sein kann, aber auch, daß der glaube an götter nicht zuletzt eine antwort auf existenzielle fragen sein kann, die sich uns menschen aus der natur unseres bewußtseins heraus notwendigerweise stellen.

Alberto albertini (1879-1954) war ursprünglich jurist. Seit 1899 hatte er neben seinem bruder luigi leitende funktion bei der CORRIERE DELLA SERA. Diese zeitung entwickelte sich etwa zwischen 1910 und 1930 zur bis heute einflußreichsten unabhängigen tageszeitung italiens. Als mussolini 1922 die macht ergriff, opponierte luigi albertini, als herausgeber des Corriere della Sera, offen gegen den faschismus. Infolgedessen war er 1925 gezwungen, die leitung des blattes abzugeben an seinen bruder alberto. – Alberto albertini trat in seinen späteren lebensjahren vor allem mit belletristischen arbeiten hervor; in italien gibt es zunehmend neuauflagen seiner werke, außerhalb italiens ist er wohl kaum je bekannt geworden.

Das vorliegende buch von alberto albertini war auf deutsch 1936 im HERBERT REICHNER VERLAG WIEN veröffentlicht worden; nach der okkupation österreichs durch die nazis wurde der verlag aufgelöst. Für albertinis buch gab es keine deutschsprachige öffentlichkeit mehr. Die neuherausgabe etlicher werke albertinis in italien macht hoffnung, daß dieser autor nun doch noch einmal dem vergessen entrissen werden wird. Auch dazu möchte meine wiederveröffentlichung beitragen.

 

 
Anne-als-sie-selbst. Anne Franks Botschaft

 

Wir alle wissen, was Anne Frank ist: "Das Tagebuch der Anne Frank gilt als ein historisches Dokument aus der Zeit des Holocaust und die Autorin Anne Frank als Symbolfigur gegen die Unmenschlichkeit des Völkermordes in der Zeit des Nationalsozialismus", steht bei Wikipedia. Aber wer war Anne Frank? Überlebende Freunde und Bekannte betonten manchmal, sie sei "trotzdem ein ganz normales junges Mädchen" gewesen; auch Rezensenten des Tagebuchs und Biografen sprechen gern von "normalen Gemütsschwankungen der Jugend". Anne selbst hätte es wohl anders gesehen; auch das ist dem Tagebuch zu entnehmen – nur mögen Erwachsene derlei ungern ernstnehmen, wenn sie ihren eigenen Anspruch an Authentizität und Selbstidentität längst verloren haben.

Annes Vater schrieb über seine Begegnung mit dem Tagebuch seiner Tochter: "Eine ganz andere Anne enthüllte sich mir aus diesen beschriebenen Seiten als das Kind, das ich verloren hatte. Ich hatte keine Ahnung von der Tiefe ihrer Gedanken und Gefühle gehabt."

Anne Frank wollte bekanntlich Journalistin oder Schriftstellerin werden; ihre schriftstellerische Begabung ist offensichtlich. Als grundlegendere individuelle Kompetenz erlebe ich jedoch ihre tiefgründige psychologische und spirituelle Achtsamkeit, die in diesen Lebensjahren (ihren letzten) erblühte. Um diese Anne Frank ging es mir in dieser Zusammenstellung von Passagen aus ihren Tagebüchern.

Die im zweiten Teil dokumentierten Zeugnisse von Annes (überlebenden) Schicksalsgefährten aus den Monaten in Westerbork, Auschwitz und Bergen-Belsen bezeugen die Integrität ihrer kompromißlosen Mitmenschlichkeit auch dort. "Das völlig belanglose Tagebuch eines jungen Mädchens, das von sich selbst so völlig eingenommen und von seiner Intelligenz so dermaßen überzeugt ist, dass man sie nicht mal sympathisch finden kann" (wie eine amazon-Kundin kommentierte), war eben nicht nur pubertärer Widerspruchsgeist oder literarische Ambition. Auch in den kritischen Aufwallungen gegen die Mutter hatte Anne Frank nicht eigentlich gegen diese gekämpft, sondern ist, innerhalb ihrer Möglichkeiten, für ein höheres Niveau an Mitmenschlichkeit eingetreten.

Nicht selten wird Anne Frank mehr oder weniger deutlich als Symbol für die Millionen Opfer der Shoah profiliert. Dies ist unangemessen; jeder dieser Menschen repräsentiert sein einmaliges, unverwechselbares Leben. – Anne stand ein für Möglichkeiten menschenwürdiger Integrität, menschlichen Potentials angesichts schrecklicher, menschenunwürdiger Lebensumstände. Dies ist ihre Flaschenpost, als Moment einer nunmehr in jeder Generation unabdingbaren Erziehung nach Auschwitz.

 

 
Iden Tietze: TRÄUME AM ABGRUND

 

Der zuerst 1947 veröffentlichte kleine roman TRÄUME AM ABGRUND vermittelt uns ein NS-deutschland im bombenkrieg der letzten monate, aus dem blickwinkel der vage antinazistischen, sich als hilflos erlebenden schweigenden mehrheit. Das buch spielt an der westfront 1944/45, im gebiet der eifelberge.

Die personen der handlung sind keine überzeugten nazis und keine antifaschistischen helden, sondern menschen zwischen anpassung, privatistischem rückzug, eigennützigkeit, überlebenskampf, politischer gedankenlosigkeit, zumeist nur indifferentem widerspruch zum nationalsozialistischen regime, – deren mitmenschliche sensibilität und solidarität sich aber durchaus entfaltet im umkreis der konkreten eigenen, affektiv besetzten erfahrungen und beziehungen.

Die autorin vermittelt hautnah zweifellos repräsentative befindlichkeiten in der bevölkerung jener zeitgeschichtlichen situation; seine fast filmische dichte und rasanz macht das buch als zeitzeugenbericht (fast im sinne der oral history) lesenswert bis heute.

Nur eine handvoll bücher der sogenannten trümmerliteratur nach 1945 wurde anerkannt als unverzichtbare zeitzeugnisse. Wie andere, fand auch das vorliegende seine leserInnen in der camouflage eines unterhaltungsromans; als zeitgeschichtliche dokumentation sind solche zeugnisse zumeist verloren. (Siehe auch den ebenfalls bei A+C wiederveröffentlichten roman von anna schack: Das Haus Nr. 131.)

Meist gehen wir in großer selbstverständlichkeit davon aus, daß wir alle uns im alltag in irgendeiner weise mit politisch-gesellschaftlichen problemen, mit ungerechtigkeiten und dem leid fremder menschen befassen, daß wir stellung beziehen und eigene meinungen haben, konsequenzen ziehen oder übergeordnete politisch-gesellschaftliche tatbestände im eigenen interesse nutzen, gelegentlich auch mißbrauchen. Tatsächlich befassen wir uns jedoch im allgemeinen nur mit umständen, die unmittelbar unsere gewohnte alltägliche lebensweise beeinflussen oder die im fokus individueller persönlichkeitsentwicklung liegen. Das gilt unter unseren relativ demokratischen umständen genauso wie es in nazideutschland galt, es war auch in der DDR nicht anders, und in anderen regionen der erde zeigt sich dasselbe. Moralische forderungen mögen gesellschaftlich ihre aufgabe haben, sie ersetzen jedoch nicht soziologische, sozialpsychologische recherche über das, was der fall ist. Das vorliegende buch ermuntert zum nachdenken darüber.

(Aus dem nachwort)

 

 
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